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Leserbrief im Kevelaerer Blatt vom 13.06.2019 "Eine historische Situation"

 Zu unserem Infoabend im Mai kam auch Jannik Berbalk als Vertreter von Fridays For Future Kreis Kleve. Jannik hatte sich übrigens aus eigener Initiative bei unserer Bürgerinitiative gemeldet! Sein kritischer Beitrag an diesem Abend überraschte einige Teilnehmer und zeigte auf, was für die jüngeren Generationen wichtig ist: eine moderne Verkehrspolitik und Mobilitätswende. Veraltete Konzepte wie die OW1, die Flächenfraß, Naturzerstörung und damit die unwiederbringliche Vernichtung von Lebensgrundlagen in Kauf nehmen, gehen voll zu Lasten derer, die nach uns leben werden. (FFF hatten uns deshalb auch um einen Redebeitrag auf der Demo vom 17.05. in Geldern gebeten. Foto1  Foto2)

Entsprechend  titelte das Kevelaerer Blatt: „Eine schwierige Diskussion“ und befand, dass aus dem Infoabend eine Klimaschutzdebatte geworden sei. Die Feedbacks von anderen Besuchern zeigten aber, dass unsere umfassenden Informationen gut angekommen sind und keinesfalls als einseitig wahrgenommen wurden. Gerade unsere Informationen zur (und Kritik an der) Stadtplanung eröffneten einigen den Blick für die lange zurück reichenden Ursachen der heutigen, selbst gemachten Verkehrsproblematik. Auch die OW1 würde hier keine allumfassende Lösung bieten – im Gegenteil: Die Fokussierung auf den Bau dieser Straße verhindert geradezu die Entwicklung der dringend notwendigen, innovativen Ideen zur Mobilitätswende, die die Problematik bei den Wurzeln packen würde. Sitzt doch in den viel beklagten Staus in nahezu allen PKW´s nur 1 einziger Mensch… Daher haben die Grünen in Kevelaer aktuell einen Antrag (s. Artikel im Kevelaerer Blatt) eingereicht, der zur Entwicklung eines Radfahrer- und Fußgänger- Verkehrskonzeptes (und Parkleitplanung) auffordert. Diese gibt es nämlich nicht in Kevelaer…! (Als positive Beispiele kennen wir die Niederlande oder Xanten, viele Innenstädte werden autofrei.)

Unsere Bürgerinitiative hat auf einigen Infoständen viele Menschen informiert. Wir waren in Kevelaer bei REWE, im Bauernhofcafe Binnenheide und anlässlich der „Landpartie am Niederrhein“ im World House in Wetten. Unser Eindruck, dass vielen MitbürgerInnen nicht bewusst ist, was der Bau der OW1 bedeutet, hat sich immer wieder bestätigt.

Landpartie mit OW1?
Viele Teilnehmer der wunderschönen Landpartie waren am 22.-23.06. an unserem Infostand und haben sich über die geplante OW1 informiert. Die Strecke der "Landpartie am Niederrhein"
https://landpartie-niederrhein.de/ würde von der Trasse 3 mal gekreuzt. Landschaftsbild und Naturerlebnis wären durch die Straße mit ihren drei Brückenbauwerken erheblich beeinträchtigt, hinzu käme die Geräuschkulisse.
Hier ein Ausschnitt von der Karte der Landpartie mit der orange eingezeichneten OW1

 

Öffentliche Informationsveranstaltung am Do, 16.05.2019 in der "Brücke"

 

Artikel im Kevelaerer Blatt vom 30. April: "Gemeinsame Sorge um die Natur"

 

Die Bürgerinitiative „Rettet die Binnenheide!“ ist im Bauernhofcafé Binnenheide (Binnenheide 19, 47626 Kevelaer):

Am Sonntag, den 28.04.2019 können Sie sich ab 14 Uhr – ca. 17 Uhr an unserem Infostand über den geplanten Bau der OW1 informieren!

 

Der Osterhase hat etwas in der Binnenheide versteckt -  er findet die OW1 nämlich auch blöd:

 

 

Artikel Kevelaerer Blatt vom 11.04. von Ralph Sachs "Wird die OW1 gebaut, wird in 10-15 Jahren kein Kevelaerer  seine Heimat wiedererkennen"

 

Nach unserem Besuch am 16.03. in der Bürgerstunde des Winnekendonker Heimatvereins „Ons Derp“ hat der Journalist Jörg von der Höh vom Kevelaerer Blatt den Artikel "Ich frag mal irgend jemanden" veröffentlicht.

 

Bündnis 90/ Die Grünen haben zwei Anträge (19. und 26.03.2019) eingereicht,

der eine greift die Forderung nach Verkehrsentlastenden Maßnahmen in Winnekendonk und Rheinstraße (zum wiederholten Male) auf,

der andere fordert die Bestellung einer/s Umweltschutzbeauftragten für die Stadt Kevelaer, die/den Kevelaer (im Gegensatz bspw. zu Geldern und Xanten) bisher nicht hat (– diesem Bereich kann die Klimaschutzbeauftragte Nina Jordan nur zu höchstens 10% ihrer Zeit widmen, wie sie uns bei einem Treffen Ende letzten Jahres mit dem NUK erklärt hat). Wir hoffen, dass der Rat der Stadt Kevelaer diese Anträge beschließt und als Bürgerwunsch nach mehr Natur und Lebensqualität beherzigt!

 

12.03.2019 Artikel in der RP: OW1 - Wir fordern eine Neubewertung

14.03.2019 Leserbrief im Kevelaerer Blatt (nicht in der Online - Ausgabe lesbar)

"Wor well jej hen, Kevelaer?" - Kävelse Platt: Wohin willst Du, Kevelaer?

Zu unserem Gespräch mit dem Hauptdezernenten, Herrn RD Vollstedt von der Bezirksregierung Düsseldorf, unserem Bürgermeister, Herrn Dr. Pichler, und Herrn Heckens von der Stadtplanung Kevelaer am 18.02.2019:

Vorgeschichte: Als Frau Radermacher am 18.12.2018 im Rat der Stadt Kevelaer den Planfeststellungsbeschluss übergab, haben Fredda Wouters und Claudia Blauert aus Winnekendonk einige kritische „Bürgerfragen“ zur OW1 gestellt. Frau Radermacher betonte, dass in ihrer Behörde dieser Beschluss kontrovers diskutiert wurde und machte den Vorschlag, einen Mitarbeiter zur Erörterung unserer Fragen zu entsenden. Daher wurden F. Wouters und C. Blauert direkt zu diesem Termin eingeladen, zwei weitere Vertreter unserer Bürgerinitiative durften dann noch teilnehmen,  Johannes Krebber und Michael Pothmann.

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In derselben Ausgabe:  Zum Leserbrief von Michael Pothmann "10 Meter - Antwort auf Frau Ludwig" (nicht in der Online - Ausgabe lesbar)

06.03.2019

Zum Leserbrief von Fredda Wouters im Kevelaerer Blatt: Ist die OW1 noch zeitgemäß?

06.02.2019

Zum Artikel "OW1: Die Pläne will kaum jemand einsehen" von Sebastian Latzel, RP vom 31.1.2019 – Gegendarstellung (wurde als Leserbrief, in der RP veröffentlicht):

Warum ein Planfeststellungsbeschluss keine Baugenehmigung sein kann

In Kürze:

Die Überschrift „OW1: Die Pläne will kaum jemand einsehen“ suggeriert mangelndes Interesse der Mitbürger. Tatsächlich haben sich tausende die Pläne online angesehen.

In dem oben genannten Artikel wird der Planfeststellungbeschluss zur OW1 mit einer "Baugenehmigung" gleichgesetzt. Es entsteht der Eindruck, der Bau dieser Straße sei unabwendbar. Wenn dem so wäre, würde gegen den Individualrechtsschutz verstoßen.

Das bedarf einer Präzisierung:  

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20.01.2019

Leserbrief von Michael Pothmann, Wetten, im Kevelaerer Blatt am 20.01.2019:

An die Redaktion des Kevelaerer Blatts

 

Betr.: „OW 1“ (u. a. Berichterstattung im Kevelaerer Blatt vom 20.12.2018, Leserbriefe von Fredda Wouters vom 10.1.2019 und vom Verein NuK Achterhoek e.V. vom 17.1.2019)

 

Sehr geehrter Herr Beerden, sehr geehrter Herr Lohmann, sehr geehrte Redaktion!

 

Der jetzt von der Bezirksregierung ergangene Planfeststellungsbeschluß zur Weiterführung der OW 1 bzw. L 486 n scheint weithin Begeisterung auszulösen. Im Kevelaerer Stadtrat sind offenbar fast alle Fraktionen für den Ausbau der OW1. Sogar unser allseits gelobter junger, erfrischend „anders“ agierender Bürgermeister, Herr Dr. Pichler, ist selbst nach Düsseldorf gefahren, um die Sache voranzubringen. Von ihm als Angehörigen einer anderen Generation als der Väter dieser Pläne und der Mehrheit der Stadträte hätte ich da mehr Zurückhaltung oder auch eine kritischere Haltung erwartet. Aber es scheint derzeit wahltaktisch Selbstmord zu sein, gegen dieses Projekt zu sprechen.

 

            Es gibt wohl niemanden in Kevelaer und Umgebung, dem die Anwohner u. a. der Rheinstraße (und der Kevelaerer/Sonsbecker Straße in Winnekendonk) nicht leid tun. Zur Entlastung von Abgasen, Lärm, Dreck und Stau eine Umgehungsstraße zu bauen, folgt aber in mancher Hinsicht dem St. Florians-Prinzip. Umgehungsstraßen haben nun mal nur eine Verlagerung der Belastungen zur Folge, darüber hinaus generieren sie erfahrungsgemäß noch mehr Verkehr. Außerdem dürfte die neue Straße nur scheinbar weniger Anwohner unmittelbar belasten.

 

            Vergleichsweise einfache, kostengünstige und schnell wirksame Schritte zur Entlastung z. B. durch Verkehrslenkung scheinen, worauf Fredda Wouters und auch die Website www.ow1aktuell.info hinweisen, nicht mit ausreichendem Nachdruck gesucht worden zu sein. Besonders frappierend finde ich in dieser Hinsicht die unvollständige und unvorteilhafte Beschilderung der A57-Ausfahrten Kervenheim und Sonsbeck.

 

           Mir geht es nicht vorrangig um Fledermäuse und Wasseramseln, für die der Straßenneubau nachteilig sein dürfte. Es sollte aber klar sein, dass das ganze Naherholungsgebiet zwischen Wetten, Winnekendonk und Achterhoek – auch Kapellen nicht zu vergessen – mit Altwettener Busch, Binnenheide, Hoenselaerer Heide und Issumer-Fleuth-Niederung durch diesen Straßenneubau unwiederbringlich entwertet, wenn nicht zerstört werden wird. Aber keine Panik: der Erholung Suchende kann ja demnächst über die neue Straße leicht zum Flughafen Weeze gelangen, um auf die Kanaren zu jetten...

 

            Diese neue Straße wird die schon jetzt kaum noch abwendbare ökologische Katastrophe dieses 21. Jahrhunderts nicht messbar beschleunigen, aber sie wird ein Mosaiksteinchen in den dazu beitragenden falschen Entscheidungen sein. Leidtragende werden die Kinder und Enkel der Generation sein, zu der die Mehrheit der heutigen Kevelaerer Ratsmitglieder gehört.

 

            Fossil motorisierten Individualverkehr wirksam einschränken zu wollen – statt ihn (und allerhand auch überörtliche Wirtschaftsbetriebe) durch Verlagerung auf neue Straßen zu fördern – hieße, ihn systematisch zu behindern. Wir Autofahrer sind bequem. Auf das Auto oder eine Fahrt zu verzichten sind wir oft nur bereit, wenn Autofahren durch bewusste Schikanen zur Spaßbremse oder durch Inrechnungstellung externer Kosten so teuer wird, dass andere Arten des Fortkommens überhaupt erst in den Blick rücken. Dasscheint mir alternativlos, nicht neue Straßen.

 

            Wir dürfen gespannt sein, ob – wenn eines Tages die Straße gebaut ist – die Anwohner der Rheinstraße tatsächlich die erhoffte Entlastung im gewünschten Ausmaß erfahren werden, was ich nicht für erwiesen halte, oder ob ihnen dann womöglich dämmern wird, dass ihre Nöte vielleicht auch für ganz andere Interessen instrumentalisiert wurden.

 

P.S.: Dem Verein Natur und Kultur im Achterhoek, NuK Achterhoek e.V. möchte ich nach seiner verzagten und etwas blutarmen Stellungnahme im Leserbrief vom 17.1. zurufen: Nur Mut! Traut Euch was! Eine juristische Durchdringung ist keine Voraussetzung für Widerstand, wenn eine Empfindung, dass etwas nicht richtig ist, nur stark genug ist! Und es könnte wohl noch manches bewegt und viele Bürger mobilisiert werden, denn nach meinem Eindruck ist etlichen Bewohnern der Ortschaften – gerade den Jüngeren und erst in den letzten Jahren Zugezogenen – unzureichend bekannt oder bewusst, was da auf uns zukommt...

 

 

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